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Die Bücher sind alphabetisch sortiert, und zwar nach Nachname des Autors (beim Autor gibt es Verweise auf die Bücher) bzw. nach deutschem Buchtitel (einschließlich „der“, „die“ oder „das“ am Anfang).
Um einen medialen Overkill zu vermeiden und auch mal zum Schlafen zu kommen, nimmt der Irlandfan auch hier gern weitere Anmerkungen an: schicken Sie einfach eine E-Mail mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Kommentar, ähnlich wie auf dieser Seite.
(Sach-) Bücher zum Thema Geschichte werden auf der Quellen-Seite des Geschichtsbereiches aufgelistet.

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Ahern, Cecelia
Tochter des derzeitigen (Stand September 2004) irischen Premierministers Bertie Ahern und für mich die Paris Hilton der irischen Literatur. Schreibt vornehmlich Bücher, in denen das Leben rosa Brillen und gleichfarbige Schleifchen trägt. Nach dem ersten Buch dachte ich, jeder Autor sollte eine zweite Chance haben. Nach dem zweiten dachte ich: Mehr aber auch nicht. Aber man kann sich ja auf den Kopf stellen, die Leute kaufen das trotzdem.
Bücher:
P.S. Ich liebe Dich
Für immer vielleicht
Vermiss mein nicht

Alioth, Gabrielle
Bücher:
Irland – Eine Reise durchs Land der Regenbogen

An höchster Stelle
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Jack Higgins
Originaltitel: The White House Connection
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Jemand bringt systematisch alle Mitglieder einer IRA-Splittergruppe namens „Söhne Erins“ um und bereitet den Geheimdiensten in London und Washington einiges Kopfzerbrechen.
Kommentar: Seltsame Geschichte, haarsträubend im negativen Sinne. Ansätze für Spannungsmomente werden möglichst frühzeitig aufgelöst. Diesmal Fehler im Klappentext.

Asbury, Herbert
Bücher:
Gangs of New York

Atemstille
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Paul Carson
Originaltitel: Ambush
Erscheinungsjahr: 2004
Inhalt: An einem Tag verübt ein Kaltblut einen Anschlag auf den Justizminister, der überlebt, und den Arzt Scott Nolan, tötet dabei jedoch dessen Frau. Nolan schwört Rache und begibt sich in die Unterwelt.
Kommentar: Sehr spannend und für Carson überraschenderweise fast ohne medizinische Fachbegriffe, stellenweise aber fehlerbehaftet. Und ob Dublin wirklich eine solche mafiotische Verbrechenshöhle ist wie Washington, Chicago, Medellin und Leipzig zusammen?

Auf Schwimmen-zwei-Vögel
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Flann O’Brien
Originaltitel: At Swim Two Birds (Anmerkung: In der aktuellen Auflage wurde der Titel von „In Schwimmen-zwei-Vögel“ geändert in „Auf Schwimmen-zwei-Vögel“, da es sich bei „Schwimmen-zwei-Vögel“ um eine Insel und nicht um einen Ort handelt.)
Inhalt: Ein junger Mann will ein Buch schreiben, in dem jemand ein Buch schreibt, dessen Figuren sich gegen ihn erheben.
Kommentar: Umwerfend komisch, selbstbezüglich, durchsetzt mit irischen Sagenfiguren und Ironie. Schluss des Vorhergehenden.

Aufzeichnungen eines Landpfarrers
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Brian O’Doherty
Originaltitel: The Deposition Of Father McGreevy
Inhalt: In den dreißiger Jahren soll in Kerry ein ganzes Dorf verschwunden sein. William Maginn macht sich auf die Suche nach Hinweisen und entdeckt ein Polizeiprotokoll des Dorfpfarrers, der die dramatischen Ereignisse schildert.
Kommentar: Sehr gut geschrieben, stellenweise sogar witzig. Als Polizeiprotokoll wirkt die Schilderung des Pfarrers aber etwas unglaubwürdig.

Aus Dalkeys Archiven
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Flann O’Brien
Originaltitel: The Dalkey Archive
Inhalt: In der kleinen Stadt Dalkey bei Dublin gehen seltsame Dinge vor sich, mit oder ohne Alkoholeinfluss, meistens aber mit. Ein Wissenschaftler kann die Zeit anhalten, führt Streitgespräche mit frühen Kirchenvätern und will die Welt zerstören. Der Polizist glaubt, alle Leute verwandelten sich langsam in Fahrräder, und James Joyce will an den Ulysses und Finnegans Wake nicht erinnert und stattdessen Jesuit werden.
Kommentar: Wie immer lakonisch-ironisch erzählt, mit etlichen gar heftigen Seitenhieben auf die Kirche und Joyce und einfach nur lustig. Das mit den Fahrrädern ist ziemlich glaubwürdig.

Autobiographien
Autobiographie, gelesen vom Irlandfan
Autor: William Butler Yeats
Originaltitel: Autobiographies
Erscheinungsjahr: 1960
Inhalt: Sammelband mit drei autobiographischen Schriften von Yeats: Betrachtungen über Kindheit und Jugend, Das Beben des Vorhangs und Dramatis Personae. Yeats beschreibt seine Kindheit, viele Weggefährten und bekannte Persönlichkeiten und seine eigene Rolle bei der Schaffung einer nationalen irischen Identität mit Hilfe von Literatur und Theater.
Kommentar: Stellenweise interessant, die anderen Stellen sind – Sie ahnen es – dem Irlandfan viel zu hoch.

Away
Roman, gelesen von Katharina
Autor: Jane Urquhart
Inhalt: Während der großen Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts fliehen Mary, ihr Mann Brian und ihr kleiner Sohn Liam von Irland nach Kanada. Dort wird Eileen, Marys zweites Kind, geboren. Vier Generationen später versucht Esther, Licht in das Leben ihrer Urgroßmutter Mary zu bringen und die obskure Geschichte um den „demon lover“ aufzuklären.

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Baker, Keith
Bücher:
Ungesühnt

Banville, Vincent
Bücher:
Sad Song

Bed & Breakfast
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Monica McInerney
Originaltitel: Spin In The Bottle
Inhalt: Die junge, erfolgreiche Australierin Lainey übernimmt in Irland ein heruntergekommenes B&B, um eine seltsame Erbschaft antreten zu können. Neben den dazu gehörigen Schwierigkeiten wird auch ihr Privatleben ordentlich durcheinandergewirbelt.
Kommentar: Eher was Leichtes. Die Familienstruktur erinnert an den Roman „P.S. Ich liebe Dich“ von Cecelia Ahern, man fragt sich, wer bei wem klaut. Die Leute wirken wie die aus den Werbespots für „Du darfst“. Trotzdem recht unterhaltsam und witzig.

Belfast Blues
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Michael Mueller
Inhalt: Mitten im Friedensprozess wird in Belfast ein Attentat auf den britischen Premier verübt. Der Täter scheint schnell gefunden. Der eingesetzte Sonderermittler, selbst in Belfast aufgewachsen und Teil einer drei-plus-eins-ecks-Geschichte mitten im Komplott, hat da so seine Zweifel. Die Täterseilschaft reicht bis London.
Kommentar: Ziemlich spannend, ziemlich düster. Ein guter Nordirland-Thriller, halt.

Binchy, Maeve
Maeve Binchy ist vielleicht so eine Art irisch entschärfte Rosamunde Pilcher.
Bücher:
Irische Freundschaften
Kurzgeschichten:
Urlaubswetter
Taxifahrer sind unsichtbar

Blinder Hass
Biographie eines IRA-Aussteigers, gelesen vom Irlandfan
Autor: Eamon Collins
Originaltitel: Killing Rage
Inhalt: Collins schildert, wie er in die IRA eintrat und eine Reihe von Anschlägen und Morden plante. Ihn plagten immer stärkere Zweifel an der Richtigkeit des Weges der Gewalt, besonders angesichts der zunehmenden blinden Mordlust und Gedankenlosigkeit einiger seiner Mitstreiter. Dann wurde er zum „Supergrass“, einem wie ein Wasserfall redenden Überläufer. Man sprach ihn aus Zweifeln an der Korrektheit der Ermittlungen gegen ihn frei. Seitdem trat er vehement für eine friedliche Lösung ein.
Kommentar: Das Buch erlaubt tiefe Einblicke in die IRA und wie ihre Mitglieder leben, arbeiten und kämpfen, außerdem begleitet es den Nordirlandkonflikt aus einem anderen Blickwinkel heraus. Eamon Collins wurde 1997 von Unbekannten brutal ermordet.

Böll, Heinrich
Deutscher Nachkriegsautor und meines Wissens auch Nobelpreisträger.
Bücher:
Irisches Tagebuch (Ausschnitte in Sehnsucht nach der grünen Insel und Im Licht der grünen Insel)

Bolger, Dermot
Bücher:
Im Fußballfieber

Boylan, Clare
Autorin mehrerer Romane und Kurzgeschichten.
Bücher:
Irische Rosen

Breasted, Mary
Bücher:
Das Wunder von Dublin

Bruce, Paul
Angeblich ein ehemaliges SAS-Mitglied. Der Name ist ein Pseudonym.
Bücher:
Die Nemesis-Akte

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Casey, Philip
Bücher:
Die Träumer von Dublin

Carson, Paul
Autor mehrerer Kriminalromane mit starker Orientierung auf Krankenhäuser und Ärzte.
Bücher:
Das Skalpell
Tod in Dublin
Atemstille

Collins, Eamon
IRA-Aussteiger, der freigesprochen wurde und ein Buch über sein Leben schrieb. Trat nach seinem Ausstieg vehement für eine friedliche Lösung des Konfliktes ein und wurde 1997 von Unbekannten brutal ermordet.
Bücher:
Blinder Hass

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Das harte Leben
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Flann O’Brien
Originaltitel: The Hard Life
Erscheinungsjahr: 1979
Inhalt: Dublin, um 1910. Zwei verwaiste Brüder kommen bei ihrem Onkel unter, der etwas viel Whiskey trinkt und sich häufig mit einem Jesuitenpater streitet. Als die Zeit kommt, macht sich einer der Brüder auf, mit abstrusen Geschäftsideen Geld zu machen, was ihm auch gelingt. Unterdessen versucht der Onkel erfolglos, eine nicht näher definierte soziale Einrichtung für Frauen zu schaffen. Auch eine Papstaudienz hilft da nicht weiter…
Kommentar: Wie üblich kommen viele skurrile Figuren und Ideen vor, die der Erzähler unschuldig und naiv beschreibt. Vielleicht etwas ruhiger als andere O’Brien-Romane, trotzdem sehr lustig.

Das Skalpell
Kriminalroman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Paul Carson
Originaltitel: Scalpel
Inhalt: In der Dubliner Entbindungsklinik kommt der Sprößling der schwerreichen O’Briens auf die Welt. Kurz darauf wird eine Krankenschwester mit einem Skalpell brutal ermordet. Als auch noch der kleine O’Brien entführt wird, gerät die Lage außer Kontrolle.
Kommentar: Halbwegs spannend. Hätte man die ohnehin wenig hilfreichen medizinischen Fachbegriffe („Pneumothorax“ oder „Endotrachealtubus“) auf ein Viertel reduziert, wäre es erträglich gewesen. So jedoch gewinnt man den Eindruck, als hätte jemand ein medizinisches Fachbuch mit einem Kriminalfall ein wenig aufpeppen wollen. Außerdem hätte einigen der Nebenfiguren mehr Zuwendung gut getan, aber die Ärzte gehen nun mal vor.

Das Wunder von Dublin
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Mary Breasted
Originaltitel: Why Should You Doubt Me Now?
Inhalt: Während ein verheirateter Dubliner Journalist gerade in den Armen seiner Geliebten liegt, erscheint die Jungfrau Maria im Zimmer und schert sich auch, während sie weiterwandert, wenig um die Schwierigkeiten, die sie damit den so Beglückten in Gesellschaft, Politik, Kirche, Kultur und Verbrecherkreisen bereitet.
Kommentar: Sieben von zehn Punkten auf der Witzigkeitsskala, aber warum das nun schon wieder eine Liebeserklärung an Irland sein soll, will mir nicht in den Kopf, nachdem man das schon auf zig anderen Einbänden gelesen hat.

Der dritte Polizist
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Flann O’Brien
Originaltitel: The Third Policeman
Erscheinungsjahr: 1967
Inhalt: Zwei seltsame Schicksalsgenossen begehen aus Geldgier einen Mord. Auf der Suche nach dem Geld gerät einer von ihnen, der Erzähler, auf eine Irrfahrt mit insgesamt drei Polizisten, wobei es ihm nur mit Mühe und dem detaillierten Wissen über den großen Wissenschaftler De Selby gelingt, wenigstens seine geistige Gesundheit zu bewahren, denn sein Leben hat er bereits verloren.
Kommentar: Die ganze Geschichte wirkt wie aus einem Alptraum. Es gibt etliche Anknüpfungspunkte zu „Aus Dalkeys Archiven„. Sehr gut, auch wenn man keine Alpträume mag.

Der keltische Tiger
Kolumnen, gelesen vom Irlandfan
Autor: Ralf Sotschek
Inhalt: Geschichten des irischen taz-Korrespondenten. Ein sehr komisches Buch über menschliche Schwächen und den Alltag in Irland, aber auch gegen Dinge wie Korruption und die katholische Kirche und so.
Kommentar: Eine Prise Realismus hat noch keinem geschadet.

Der Letzte seiner Art
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Andreas Eschbach
Inhalt: Duane Fitzgerald lebt in der Kleinstadt Dingle ein zurückgezogenes Leben. Er ist allein stehend, wenige kennen ihn, er fällt nicht auf, er liest viel und er ist ein Cyborg im Vorruhestand – ein missglücktes hochgeheimes Experiment der amerikanischen Armee. Niemand darf wissen, dass es ihn gibt. Doch plötzlich stellt jemand in der Stadt seltsame Fragen, und seltsame Leute machen Jagd auf Duane.
Kommentar: Spannend und dicht geschrieben. Für mich wesentlich weniger anstrengend als die Geschichte mit den Videoaufnahmen von Jesus. Vielleicht etwas kurz.

Der Sterne Tennisbälle
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Stephen Fry
Originaltitel: The Stars‘ Tennis Balls
Inhalt: Das Leben des jungen Engländers Ned Maddstone wird abrupt zerstört, unter anderem wegen eines Briefes der IRA. Irgendwann im Buch wird man eine Überraschung erleben.
Kommentar: Fry schlägt wieder zu. Irland allerdings – soviel sei hier schamhaft gestanden – stellt in diesem Buch lediglich eine politische Hintergrundmalerei dar. Trotzdem: großartig!

Der Verkäufer
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Joseph O’Connor
Originaltitel: The Salesman
Inhalt: Maeve Sweeney liegt nach einem brutalen Raubüberfall im Koma. Einer der Täter kann der Polizei wieder entkommen. Maeves Vater Bill schreibt Tagebuch für sie, damit sie alles erfährt, wenn sie wieder aufwacht, einschließlich ihrer Familiengeschichte. Als Bill den Täter in seine Gewalt bringt, beginnt ein Psychokrieg zwischen Opfer und Täter. Und obwohl Bill Sweeney Verkäufer ist, wird es fraglich, wer der Sieger sein wird.
Kommentar: Sehr spannend. Manchmal ist die Motivation der Figuren nicht so ganz klar. Trotzdem sehr empfehlenswert.

Die Asche meiner Mutter
Autobiographie, gelesen vom Irlandfan
Autor: Frank McCourt
Originaltitel: Angela’s Ashes
Inhalt: Die Kindheit des jungen Frankie in Limerick. Absolute Armut und Vorurteile bestimmen das Bild. Trotzdem mit einer unerschütterlichen Naivität und Liebe erzählt.
Kommentar: Was Irish Folk in der Musik ist, ist dieses Buch in der Literatur. Umwerfend.
Siehe auch: Eintrag dazu auf der Film-Seite

Die Ballade vom Faloorie Man
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Eugene McEldowney
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Im Schweinsgalopp erzählt Martin McBride aus Kindheit, Jugend und Erwachsensein in Belfast nach dem zweiten Weltkrieg.
Kommentar: Naja. Lesbar, aber wie schon erwähnt etwas zu oberflächlich, selbst für mich.

Die Frau, die gegen Türen rannte
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Originaltitel: The Woman Who Walked Into Doors
Erscheinungsjahr: 1996
Inhalt: Paula Spencer hat vier Kinder, ein Haus, einen Mann, der sie regelmäßig verprügelt, und sie ist Alkoholikerin. Aber ihr Lebenswille und ihr Mut sind stärker, und sie leidet 17 Jahre, bis sie ihren Mann endlich los ist.
Kommentar: Beeindruckend realistisch schildert Doyle die Gedankenwelt von Paula – wie sie sich selbst die Schuld gibt, immer unsicher und trotzdem schonungslos ehrlich ist. Sehr empfehlenswert.

Die Keltennadel
Thriller, gelesen vom Irlandfan
Autor: Patrick Dunne
Originaltitel: Days of Wrath
Inhalt: Eine merkwürdige Sekte geht in Irland um, besonders bei einer Musikerin, die Enya ziemlich ähnlich ist (?), begeht bestialische Morde und versucht, der Apokalypse ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
Kommentar: Sehr spannend. Ein „Super-Schocker“ (lt. Einband) ist es aber nicht. Nichts für Verschwörungsmystiker, die heben sonst noch weiter ab.

Die Lichter von Dublin
Roman, gelesen von Olli
Autor: Kate Thompson (I)
Originaltitel: It Means Mischief
Inhalt: Kreuz-und-quer-Beziehungen bzw. keine Beziehungen an einem Dubliner Theater.
Kommentar: Was Leichtes für Zwischendurch.

Die Nemesis-Akte
Enthüllungsbiographie, gelesen vom Irlandfan
Autor: Paul Bruce
Originaltitel: The Nemesis File
Inhalt: Ein ehemaliger Angehöriger einer Elite-Spezialeiheit der britischen Armee beschreibt, wie er auf Befehl mit seiner Einheit 1971 / 1972 im Grenzgebiet zwischen Irland und Nordirland IRA-Verdächtige hingerichtet und im Wald verscharrt hat und in Derry in katholischen Vierteln wahllos Passanten erschoss, um den Konflikt anzuheizen.
Kommentar: Der Mann ist nach Meldungen von 1998 wahrscheinlich ein Schwindler (selbst Sinn Fein sieht das so), aber wie das mit „Enthüllungsbüchern“ leider so ist: eigentlich sieht man keinen Grund, den Inhalt nicht trotzdem zu glauben…

Die Träumer von Dublin
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Philip Casey
Originaltitel: The Fabulists
Erscheinungsjahr: 1994
Inhalt: Tess und Mungo sind arbeitslos, und ihre Ehen sind gescheitert. Nur die Liebe zu ihren Kindern hält sie aufrecht. Als sie sich eines Tages zufällig begegnen und sich diese zufälligen Begegnungen häufen, beginnt eine seltsame Liebesgeschichte.
Kommentar: Interessant und einfühlsam, doch sprunghaft und holperig, woran der Übelsetzer seinen Teil hat.

Die Überfahrt
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Joseph O’Connor
Originaltitel: Star Of The Sea
Inhalt: Im Jahre 1847 (zur Zeit der Großen Hungersnot) legt die „Stella Maris“ mit Ziel New York ab. An Bord sind neben hungernden, armen und kranken Auswanderern auch der bankrotte Lord Merridith mit Familie und Kindermädchen, ein erfolgloser amerikanischer Journalist und Pius Mulvey, der den Lord umbringen muss. Sie alle sind auf der Flucht, und die dunklen Punkte ihrer Vergangenheit verbinden sich zu einer schwarzen Wolke des Unheils, die auf dem Schiff lastet.
Kommentar: Hervorragend. Beleuchtet auch einige Nebenaspekte der Hungersnot. Stilistisch interessant und überraschende Auflösung.

Die Wahrheit über die Iren
Irland-Lexikon, gelesen vom Irlandfan
Autor: Terry Eagleton
Originaltitel: The Truth About The Irish
Inhalt: Sammlung von etwa hundert Kurz-Aufsätzen, leise und ironisch, alphabetisch nach Themen geordnet. Vor dem Leser entsteht das heutige Irland mit all seinen Problemen und Kuriositäten. Die Liebe zu diesem Land scheint trotz der Sarkasmen immer durch.
Kommentar: Eagleton nimmt kein Blatt vor den Mund, der Titel ist gerechtfertigt. Unterhaltsam, informativ und witzig.

Dividenden
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Autor: Sean O’Faolain
Erscheinungsjahr: 1969
Inhalt: Neun Kurzgeschichten, die sich unplakativ und humorvoll um die Nebensächlichkeiten der Liebe drehen.
Folgende Geschichten sind enthalten:
– So unschuldig, so schön!
– Menschlich gehandelt
– Charlies Griechin
– Dividenden
– Die junge Generation
– Im Herzen des Landes
– Der Binsenstuhl
– Eines Nachts in Turin
– Ein Schatten, stumm wie eine Wolke
Kommentar: Oft bleibt ein Lächeln zurück.

Dixie Chicken
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Frank Ronan
Inhalt: Rory Dixon ist ein erfolgreicher Architekt, von allen geliebt, gut aussehend, reich, glücklich und tot. Die Gründe für letzteres und all das, was hinter den Fassaden liegt, beleuchtet der Ich-Erzähler (bei dem es sich um Gott handelt) aus den verschiedenen Perspektiven der beteiligten Personen.
Kommentar: Nichts ist so wie es scheint. Stellenweise ziemlich deftig, man denke nur mal über das „von allen geliebt“ nach. Der Ich-Erzähler nutzt die Chance, um den Menschen mal kräftig den Marsch zu blasen.

Doyle, Roddy
Doyle ist sehr gut darin, soziale und familiäre Gegebenheiten exakt und glaubwürdig und mit Humor zu schildern.
Bücher:
Die Frau, die gegen Türen rannte
Ein Fest für Jimmy
Fish & Chips
Henry der Held
Jazztime
Paddy Clarke Ha Ha Ha (Ausschnitt in Im Licht der grünen Insel)
The Snapper
Yeats ist tot!

Dubliner
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Autor: James Joyce
Originaltitel: Dubliners
Inhalt: Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sozial vielschichtige Einblicke in das Dublin ein paar Jahre vor dem Osteraufstand ermöglichen.
Kommentar: Hat mir sehr gut gefallen. … Was soll ich noch sagen?

Dunne, Patrick
Bücher:
Die Keltennadel
Keltengrab
Opferstätte

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Eagleton, Terry
Englischer Literaturwissenschaftler und Theaterautor.
Bücher:
Die Wahrheit über die Iren

Eine böse Geschichte
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Molly Keane
Originaltitel: Good Behaviour
Erscheinungsjahr: 1981
Inhalt: Irgendwo in Irland, irgendwann in den Dreißigern, irgendeine angloirische Landadelsfamilie. Man verarmt, man degeneriert, und man versteckt sich emotionslos hinter einer Fassade des guten Benehmens. Die Ich-Erzählerin, die Tochter des Hauses, beschreibt zwar all das, baut sich aber gleichzeitig ihr eigenes Schneckenhaus.
Kommentar: Adlige eben.

Ein Fest für Jimmy
Kurzgeschichte, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Originaltitel: Not Just For Christmas
Inhalt: Dannys Bruder Jimmy hat angerufen. Sie wollen sich treffen. Sie haben sich seit über zwanzig Jahren nicht mehr gesehen. Die guten Gründe dafür kommen Danny wieder in den Sinn, während er zum Treffen geht.
Kommentar: In wenigen Sätzen, auf wenigen Seiten entwirft Doyle eine ganze Familiengeschichte. Das ist eine seiner Stärken, auch in seinen anderen Büchern.

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: James Joyce
Originaltitel: Portrait Of The Artist As A Young Man
Inhalt: Die Jugend und das Erwachen des Stephen Dedalus, von dem manche sagen, er trage autobiografische Gesichtszüge von Joyce.
Kommentar: Besser verständlich als gewisse andere Joyce-Werke, gibt interessante Einblicke in das Dublin zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Ein rundherum tolles Land
Autobiographie, gelesen vom Irlandfan
Autor: Frank McCourt
Originaltitel: Tis. Am Memoir
Inhalt: Frankie baut sich in New York mühsam, aber erfolgreich eine Existenz auf.
Kommentar: Erstaunlich ist, wie normal es unter den Iren im Buch erscheint, nach Amerika auszuwandern. Mehr im Großen erzählt, genauso umwerfend.

Eschbach, Andreas
Deutscher Thriller-Autor, bekannt geworden vor allem durch ein Jesus-Video.
Bücher:
Der Letzte seiner Art

Eureka Street, Belfast
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Robert McLiam Wilson
Originaltitel: Eureka Street
Erscheinungsjahr: 1996
Inhalt: Ein Belfaster Freundeskreis lebt halbwegs zufrieden dahin, und niemand merkt, wie alle langsam erwachsen werden. Bis Jake sich in die falsche Frau verguckt, völlig korrekt von einem Polizisten verprügelt wird und deshalb auch noch Amnesty International am Hals hat, während der dicke, stets belächelte Chuckie plötzlich schwer Geld verdient und eine Traumfrau sich in ihn verliebt.
Kommentar: Bei Amazon schrieb ein Leser, dass einige Sätze noch nach mehreren Seiten im Gedächtnis bleiben. Dem möchte ich hinzufügen, „einige Absätze auch noch länger.“ Zur Zeit Platz zwei meiner Lieblingsbücher und Platz eins der irischen.

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Finnegan’s Wake
Experimenteller Roman, ansatzweise gelesen vom Irlandfan
Autor: James Joyce
Alles, was mir dazu einfällt: Noch so ein Wort-Bombodrom. Aber ich habs versucht. Ehrlich.

Fish & Chips
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Originaltitel: The Van
Inhalt: Jimmy Rabbitte Sr. ist arbeitslos. Er langweilt sich zwar nicht direkt, aber toll ist es nicht. Als auch sein Kumpel Bimbo arbeitslos wird, hat der eine Idee: die beiden eröffnen einen mobilen Imbiss. Plötzlich kommt das Leben wieder in Schwung.
Kommentar: Familie Rabbitte startet wieder durch. Spritzig und schnell.

Forsyth, Frederick
Bekannter Autor von allerlei Thrillern.
Bücher:
In Irland gibt es keine Schlangen

French, Tana
Irische Autorin von Kriminalromanen, die einen nicht kalt lassen.
Bücher:
Grabesgrün
Schattenstill

Fry, Stephen
Britischer Comedian, Theater- und Filmstar, Autor mehrerer rotzfrecher Romane.
Bücher:
Der Sterne Tennisbälle

Für alle Zeit
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Pete Hamill
Originaltitel: Forever
Erscheinungsjahr: 2003
Inhalt: Im Irland des 18. Jahrhunderts wird Cormac O’Connor geboren. Als seine Eltern ermordet werden, schwört er Rache und folgt dem Schuldigen nach New York. Dort rettet er einem schwarzen Zauberer das Leben und erhält dafür das ewige Leben, wenn er denn in Manhattan bleibt. Unter dem Bann dieses Segens / Fluches erlebt er die Geschichte der Stadt.
Kommentar: Spannend und interessant. An wenigen Stellen etwas zu disney-bunt. Siehe auch Gangs of New York.

Für immer vielleicht
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Cecelia Ahern
Originaltitel: Where Rainbows End
Inhalt: Rosie und Alex kennen sich sozusagen bereits seit dem Buddelkasten. Sie sind füreinander bestimmt, was jeder zu wissen scheint, abgesehen vom Schicksal. Die Geschichte wird in einer Abfolge von Briefen, Emails, Textnachrichten und Chatprotokollen erzählt.
Kommentar: Gelegentlich witzig, über weite Strecken jedoch langweilig. Steckt voller kleinlicher peinlicher Fehler. Wie schon im Vorgänger wurde hier eine an sich ganz gute Idee versiebt.

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Gangs of New York
Sachbuch, gelesen vom Irlandfan
Autor: Herbert Asbury
Originaltitel: The Gangs Of New York
Erscheinungsjahr: 1927
Inhalt: Die Geschichte der Stadt wird als Reigen ihrer Gangsterbanden beschrieben.
Kommentar: Interessant, wie stark doch die Iren unter den wirklich nicht feinen Verbrechern vertreten waren. Aber wie auch anders. Ursache ist wie so oft die Armut. Man könnte ja mal eine Statistik aufmachen, wie viele der Leute, die man in Irland in bunten Trainingsanzügen trifft, eine düstere Familiengeschichte haben… (nur ein Scherz). Eine fantasievolle Sicht auf die Geschichte gibt es bei diesem Buch.

Giordano, Ralph
Bücher:
Mein Irisches Tagebuch

Glennkill
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Leonie Swann
Erscheinungsjahr: 2005
Inhalt: Der Schäfer George Glenn aus Glennkill ist tot. Zumindest vermuten das seine Schafe, weil ein Spaten in seiner Brust steckt. Weil die Menschen sich sehr seltsam verhalten, beginnen die Schafe, angeführt von Miss Maple, mit eigenen Ermittlungen.
Kommentar: Originell und witzig, aber etwas dünn.

Grabesgrün
Krimi, gelesen vom Irlandfan
Autor: Tana French
Originaltitel: In The Woods
Erscheinungsjahr: 2007
Inhalt: Die jungen Dubliner Polizisten Rob und Cassie ermitteln in einem Mordfall an einem Mädchen. Die Ermittlungen gestalten sich zäh, und die Nerven beginnen, sich abzuisolieren. Und niemand soll erfahren, dass Rob als Kind am selben Ort fast das Gleiche passiert wäre.
Kommentar: Sehr spannend, glaubwürdig und empfehlenswert, auch für Nicht-Krimileser wie mich. Die Geschichte lässt einen nicht kalt. Der deutsche Titel passt nicht so gut, und auf dem Cover meiner Ausgabe sind einige mystische Bilder, davon unerklärlicherweise eins aus Venedig.

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Hamill, Pete
Bücher:
Für alle Zeit

Hawks, Tony
Britischer Comedian, der durch Wetten wie die mit dem Kühlschrank oder andere Erfolge erzielt.
Bücher:
Mit dem Kühlschrank durch Irland (Ausschnitt in Im Licht der grünen Insel)

Henry der Held
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Originaltitel: A Star Called Henry
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Henry wächst im Dublin kurz vor dem Osteraufstand in ärmlichsten Verhältnissen heran. Er lernt schnell, sich auch durch widrigste Verhältnisse nicht aufhalten zu lassen. Er gerät in die Widerstandsbewegung, den Osteraufstand und den Unabhängigkeitskrieg, er ist immer an der vordersten Front, und er ist nicht zu halten. Doch eines Tages gerät auch er auf die Abschussliste.
Kommentar: Interessante und neue Sichtweise auf die Ereignisse um die irische Unabhängigkeit. Fabelhaft.

Higgins, Jack
Bücher:
Tag der Rache (1999)
An höchster Stelle (1999)

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Im Fußballfieber
Kurzgeschichte, gelesen vom Irlandfan
Autor: Dermot Bolger
Originaltitel: In High Germany
Inhalt: Die Freunde Eoin, Shane und Mick sind irische Auswanderer in den Achtzigern, verstreut in alle Teile der Welt. Das letzte, was sie zusammenhält, ist, der irischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Deutschland hinterherzureisen. Als Irland gegen Holland verliert und Eoin gleichzeitig erfährt, dass er Vater wird, beginnt für sie das Erwachsensein, und ihre Wege trennen sich.
Kommentar: Voller Trauer über die verlorene Heimat und voller Überzeugung, dass die Dinge so richtig sind.

Im Licht der grünen Insel
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Herausgeber: Franz Loquai
Erscheinungsjahr: 2005
Inhalt: Sammlung von Kurzgeschichten und Romanausschnitten, als geografische und literarische Rundreise angelegt. Gibt einen guten Überblick und einige erläuternde Hinweise und Tipps zum Weiterlesen im Anhang.
Heinrich Böll: Ankunft (aus: Irisches Tagebuch) – Hugo Hamilton: Deutsch-irische Wallfahrten (aus: Gescheckte Menschen)
– Elizabeth Bowen: Eine unangenehme Vorstellung
Roddy Doyle: Irische Idole oder Barrytown United (aus: Paddy Clarke Ha Ha Ha)
– Sean O´Casey: Die Razzia (aus: Irland, leb wohl! Autobiographie)
– Brendan Behan: Ein Bekenntnis (aus: Bekenntnisse eines irischen Rebellen)
James Joyce: Eine kleine Wolke (aus: Dubliner)
– Sean O´Casey: Rot über Grün (aus: Ich klopfe an. Autobiographie)
– Samuel Beckett: Fingal (aus: Mehr Prügel als Flügel)
– Samuel Beckett: Von Liebe und Lethe (ebenda)
– John Millington Synge: In Wicklow (aus: In Wicklow, West Kerry und Connemara)
– Donall Mac Amhlaigh: Der Drahtesel des Dichters (aus: Das Alphabetagam. Getreuliche Lebensbeschreibung des Dichters Schnitzer O´Shea)
– William Trevor: Irische Hochzeit (aus: Turgenjews Schatten)
– Elizabeth Bowen: Grafschaft Cork
Frank McCourt: Kindheit in Limerick (aus: Die Asche meiner Mutter)
Sean O´Faolain: Kinsale
– Brian Moore: Mangans Vermächtnis (aus dem gleichnamigen Roman)
– Christoph Ransmayr: Eine Bühne am Meer (aus: Die dritte Luft oder Eine Bühne am Meer)
– John Millington Synge: In West Kerry (aus: In Wicklow, West Kerry und Connemara)
William Butler Yeats: Wie das Seil gedreht wurde (aus: Werke II. Geschichten von Rot-Hanrahan)
– John Millington Synge: Die Aran-Inseln (aus dem gleichnamigen Reisebericht)
– Gerold Späth: Aus den Joyce Mountains
– John Millington Synge: In Connemara und Mayo (aus: In Wicklow, West Kerry und Connemara)
Flann O´Brien: Irischer Lebenslauf (aus dem gleichnamigen Roman)
Sean O´Faolain: Liebe und Pilgerfahrt
Heinrich Böll: Mayo – God help us (aus: Irisches Tagebuch)
– Colum McCann: Das Gesetz des Flusses (aus: Gesang der Koyoten)
Heinrich Böll: Kein Schwan war zu sehen (aus: Irisches Tagebuch)
Joseph O´Connor: Inishowen Blues (aus dem gleichnamigen Roman)
Joseph O´Connor: Irische Grenze (ebenda)
Tony Hawks: Der Kühlschrankmann beim König von Tory Island (aus: Mit dem Kühlschrank durch Irland)
– Hugh Shearman: Ulster
– Colum McCann: Cathals See (aus: Fischen im tiefschwarzen Fluss)
Robert McLiam Wilson: Eureka Street, Belfast (aus dem gleichnamigen Roman)
– Eoin McNamee: Belfaster Auferstehung (aus dem gleichnamigen Roman)
Monica McInerney: Auf den Hügeln von Tara (aus: Bed & Breakfast)
– William Makepeace Thackeray: Schöne Landschaften
– Edna O´Brien: Flucht nach England (aus: Mein Irland)
– Hugo Hamilton: Heimweg in die Irre (aus: Gescheckte Menschen)

In Irland gibt es keine Schlangen
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Autor: Frederick Forsyth
Originaltitel: No Comebacks
Inhalt: Eine Sammlung von 10 Kurzgeschichten des Bestsellerautors, die sich alle um Formen von „Rache ist süß“ und 5 davon um Irland drehen.
Kommentar: Eigentlich mag ich Forsyth nicht so, aber diese Geschichten sind gut und haben überraschende Wendungen.

Inishowen Blues
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Joseph O’Connor
Originaltitel: Inishowen
Inhalt: Ein heruntergekommener Polizist trifft in Dublin eine geheimnisvolle Amerikanerin, während ihr Mann in den USA die Reste seines Lebens beieinander zu halten versucht. Alle Fäden scheinen zur Halbinsel Inishowen zu führen.
Kommentar: Eine Art psychologisches Roadbook, komisch, ergreifend, spannend und einfühlsam.

In Schlucken-zwei-Spechte
Interview, gelesen vom Irlandfan
Autor: Ralf Sotscheck und Harry Rowohlt
Erscheinungsjahr: 2003
Inhalt: Ralf Sotscheck interviewt Harry Rowohlt über sein Leben. Irland und Rowohlts Übersetzertätigkeit unter anderem für Flann O’Brien und Frank McCourt kommen ebenfalls ausführlich zur Sprache.
Kommentar: Enthält außerdem viele lustige Erinnerungen an gemeinsam oder getrennt getrunkenen Alkohol.

Insel der Freiheit
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Leon Uris
Originaltitel: Redemption
Inhalt: Der junge irischstämmige Rory Larkin macht sich zur Zeit des ersten Weltkrieges auf den Weg von Neuseeland nach Irland, überlebt Gallipoli, kommt nach Irland und wandelt auf den Spuren seines toten Onkels Conor, des berühmten Freiheitskämpfers, bekannt aus dem Roman Trinity.
Kommentar: Denver-Clan-artige Handlung ohne Rücksicht auf Verluste mit dem Vorschlaghammer in die irische Geschichte geprügelt. Ohne jede Athmosphäre. Langweilig. Verworren. Banal.

Irische Freundschaften
Roman, gelesen von Olli
Autor: Maeve Binchy
Originaltitel: Light a Penny Candle
Inhalt: Liebenswerte Geschichte zweier Mädchen, eine Irin und die andere Engländerin. Beide sind von Grund auf verschieden, aber dennoch verbindet sie eine enge Freundschaft, mit der sie gemeinsam ihr Schicksal meistern.
Kommentar: Dankenswerterweise ohne Schmalz und Rosamunde-Pilcher-Stil.

Irische Rosen
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Clare Boylan
Originaltitel: Holy Pictures
Inhalt: Mary und Nan sind Töchter des Mittelstandes im Dublin der 20er Jahre. Das Leben steckt voller Wunder und Abenteuer. Der Niedergang der väterlichen Fabrik und die Sache mit den Jungs zwingt sie, das Erwachsenwerden zu akzeptieren.
Kommentar: Locker und leicht und sehr überzeugend aus kindlicher Sicht erzählt.

Irischer Lebenslauf (auch: Das Barmen)
Satire, gelesen vom Irlandfan
Autor: Flann O’Brien
Originaltitel: The Poor Mouth (Irischer Originaltitel: An Béal Bocht)
Inhalt: Ein irischer Lebenslauf in bitterster Armut, voller Vorurteile und Regen.
Kommentar: Bitterböse Satire.

Irischer Tanzsaal
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Autor: William Trevor
Erscheinungsjahr: 2001
Inhalt: Sammlung von meisterhaften Kurzgeschichten.
– Erinnerungen an Youghal
– Im Tanzsaal der Sehnsucht
– Die Strohwitwen
– Ein Abend mit John Joe Dempsey
– Teresas Hochzeit
– Die Handtasche von Colette Nervi
– Noch zwei Kavaliere
– Die Hochzeitsreise nach Tramore
– Kathleens Feld
Kommentar: Beeindruckend ist, wie die hinter der Fassade der Normalität liegenden Konflikte und gelegentlichen Abgründe ganz vorsichtig enthüllt und realistischerweise wieder verhüllt werden.

Irisches Tagebuch
Reisebericht, gelesen vom Irlandfan
Autor: Heinrich Böll
Inhalt: Böll beschreibt sehr athmosphärisch Teile seiner Urlaubsreisen nach Irland.
Kommentar: Auch wenn die Berichte nicht mehr die aktuellsten sind, hat das Buch nichts von seinem Zauber verloren.

Irland – Eine Reise durchs Land der Regenbogen
Reisebericht, gelesen von Rita Fischer-Biederbeck
Autor: Gabrielle Alioth
Inhalt: Eine liebevolle Mischung aus Reisebeschreibung, Geschichte, Sagen, aktuellen Dingen von Politik bis Riverdance, und Kochrezepten… und kleinen schwarz-weißen Fotos von Liza Stark.
Kommentar: Ein angenehm zu lesendes Buch!

Ist Maggies Ehe noch zu retten?
Kurzgeschichte, gelesen vom Irlandfan
Autor: Sheila O’Flanagan
Originaltitel: Maggie’s Story
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Maggie zweifelt an ihrem Leben, welches durchschnittlicher kaum sein kann. Doch eine Art Flirt hilft ihr, ihre Spur wiederzufinden.
Kommentar: Annehmbar.

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Jazztime
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Originaltitel: Oh, Play That Thing
Erscheinungsjahr: 2004
Inhalt: Henry, der Held, ist aus Irland in die USA geflohen. Er fällt wieder und oft und tief, aber er fällt immer auf die Füße. Er wird zur weißen Seite von Louis Armstrong, denn auch berühmte Schwarze dürfen nicht alles. Doch auch das endet irgendwann. Und es geht weiter.
Kommentar: Noch ein interessanter Blick in die amerikanische Geschichte. Und wieder geht von Henry Smart dieser Zauber-Blick aus.

Jesús und Billy auf dem Weg nach Barcelona
Kurzgeschichte, gelesen vom Irlandfan
Autor: Deirdre Purcell
Originaltitel: Jesús And Billy Are Off To Barcelona
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Beim einem Schüleraustausch zwischen Spanien und Irland gibt es auf der irischen Seite eine folgenschwere Verwechslung. Der reiche Jesús kommt bei einer Arbeiterfamilie unter.
Kommentar: Voller Klischees.

Joyce, James
Zwar in Irland geboren, schrieb er die meisten seiner avantgardistischen Werke im Exil und wurde in Irland erst zum Idol, als man feststellte, dass man sich mit ihm brüsten bzw. ihn vermarkten kann.
Bücher:
Dubliner (Ausschnitte in Sehnsucht nach der grünen Insel und Im Licht der grünen Insel)
Ein Porträt des Künstlers als junger Mann
Finnegan’s Wake
Stephen der Held
Ulysses
Artikel:
Irland – Insel der Heiligen und Weisen
Kurzgeschichten:
Eine kleine Wolke

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Keane, Molly
Bücher:
Eine böse Geschichte (1981)

Keltengrab
Thriller, gelesen vom Irlandfan
Autor: Patrick Dunne
Originaltitel: A Carol For The Dead
Erscheinungsjahr: 2005
Inhalt: Im Boyne-Tal wird kurz vor Weihnachten eine seltsam zugerichtete Moorleiche gefunden. Die Suche nach der historischen Bedeutung führt eine Archäologin auf bedeutende historische und aktuelle Spuren einer Mordserie.
Kommentar: Manchmal spannend, manchmal enttäuschend. Dünner Showdown.

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McCarthy, Pete
Bücher:
McCarthy’s Bar

McCarthy’s Bar
Reisebericht, gelesen vom Irlandfan
Autor: Pete McCarthy
Inhalt: Auf der Suche nach seinen irischen Wurzeln und Kneipen, die seinen Namen tragen, reist der englische Comedystar Pete McCarthy durch den Süden und Westen Irlands.
Kommentar: Beim Lesen erscheint die Landschaft förmlich vor dem Auge. Wunderbare Beschreibungen, einfühlsam erzählt, umwerfend komisch. Um Längen besser als Mr. Kühlschrank.

McCourt, Frank
Bücher:
Die Asche meiner Mutter (Ausschnitte in Sehnsucht nach der grünen Insel und Im Licht der grünen Insel)
Ein rundherum tolles Land
Yeats ist tot!

McEldowney, Eugene
Bücher:
Die Ballade vom Faloorie Man

McInerney, Monica
Bücher:
Bed & Breakfast (Ausschnitt in Im Licht der grünen Insel)

McLiam Wilson, Robert
Bücher:
Eureka Street, Belfast (Ausschnitte in Sehnsucht nach der grünen Insel und Im Licht der grünen Insel)
Kurzgeschichten:
Stock und Steine

Mein irisches Tagebuch
Reisebericht, gelesen von Esther Kainberger
Autor: Ralph Giordano
Inhalt: Die Erzählungen eines wahren Irlandfreundes. Beginnend auf Valentia Island, einmal quer über die Insel bis hoch in den Norden und natürlich Dublin. Kein herkömlicher Reisebericht, sondern die liebevolle Erzählung einer Reise durch Irland, um Land und Leute genau kennen zu lernen. Mit etliche Seitenblicken auf Irlands bewegte Geschichte. Spannend, traurig, lustig und informativ zugleich und an einigen Stellen sehr überraschend.
Kommentar: Das beste Irland-Buch das ich bisher gelesen habe. Beim Lesen hat man das Gefühl, seine eigenen Erlebnise auf der grünen Insel noch einmal zu erleben. Giordano schreibt sehr genau mit einer Liebe zum Detail die einen in das Buch versinken lässt. Ein echter Genuß.

Meistererzählungen aus Irland (auch: Das Diogenes Lesebuch irischer Erzähler)
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Erscheinungsjahr: 1976/1995
Inhalt: Kurzgeschichten von bekanten irischen Schriftstellern.
Frank O´Connor – Die Kurzgeschichte
James Joyce – Irland – Insel der Heiligen und Weisen
Joseph Sheridan Le Fanu – der ehrenwerte Richter Harbottle
Oscar Wilde – Das Gespenst von Canterville
Lord Dunsany – Eine welterschütternde Erfindung
George Moore – Heimweh
Sean O´Casey – Der Torero
James Joyce – Eine kleine Wolke
Liam O´Flaherty – Armut und Reichtum
Sean O´Faolain – Gottlos leben und beinah sterben
Frank O´Connor – Mein Ödipus-Komplex
Frank O´Connor – Eine kleine Grube im Moor
Sean O´Faolain – Charlies Griechin
Brian Friel – Der Lerchengrund
John Montague – Der Schrei
Edna O´Brien – Bindungen
Bernard Mac Laverty – Die Putzfrau

Mit dem Kühlschrank durch Irland
Reisebericht, gelesen vom Irlandfan
Autor: Tony Hawks
Originaltitel: Round Ireland – With a Fridge
Inhalt: Tony hat gewettet, innerhalb eines Monats per Anhalter einmal rund um Irland zu fahren, und zwar mit einem Kühlschrank. Und das hat er dann auch getan.
Kommentar: Sehr lustig und sehr show-off.

Mueller, Michael
Bücher:
Belfast Blues

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O’Brien, Flann
Eigentlich Brian O’Nolan. Schrieb mit unverwechselbarem Humor mehrere Romane, Kurzgeschichten und Kolumnen. Die deutschen Ausgaben wurden kongenial übersetzt von Harry Rowohlt.
Bücher:
Aus Dalkeys Archiven
Der dritte Polizist (1967)
Auf Schwimmen-zwei-Vögel
Irischer Lebenslauf (Ausschnitt in Im Licht der grünen Insel)
Das harte Leben (1979)
Trost und Rat (1998)

O’Connor, Frank
Eigentlich Michael O’Donovan. Geboren 1903 in Cork, gestorben 1966 in Dublin. Multitalent in Theater, Musik, Sprachen und Literatur.
Bücher:
Und freitags Fisch
Artikel:
Die Kurzgeschichte
Kurzgeschichten:
Mein Ödipus-Komplex
Eine kleine Grube im Moor

O’Connor, Joseph
Zur Zeit mein irischer Lieblingsschriftsteller.
Bücher:
Inishowen Blues (Ausschnitte in Im Licht der grünen Insel)
Der Verkäufer
Die Überfahrt
Yeats ist tot!

O’Doherty, Brian
Autor zweier Romane und einiger kunstwissenschaftlicher Untersuchungen, gelegentlich unter dem Pseudonym Patrick Ireland.
Bücher:
Aufzeichungen eines Landpfarrers

O’Faolain, Sean
Bücher:
Dividenden
Kurzgeschichten:
Gottlos leben und beinah sterben
Charlies Griechin
Kinsale
Liebe und Pilgerfahrt

O’Flaherty, Liam
Bücher:
Zornige grüne Insel
Kurzgeschichten:
Armut und Reichtum

O’Flanagan, Sheila
Bücher:
Ist Maggies Ehe noch zu retten?

Opferstätte
Krimi, gelesen vom Irlandfan
Autor: Patrick Dunne
Originaltitel: The Godstone
Erscheinungsjahr: 2010
Inhalt: Die Ärchäologin Illaun Bowe findet in einem historischen Abfallhaufen einige Gebissteile. Die haben allerdings eine moderne Füllung. Illaun beginnt in der Gegend herumzufragen und kommt allerlei dunklen Machenschaften auf die Spur.
Kommentar: Lauwarmer Krimi mit etwas Spannung. Meine Ausgabe hat mal wieder irreführende Fehler im Klappentext.

Osborne-McKnight, Juilene
Bücher:
Patrick von Irland

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Paddy Clarke Ha Ha Ha
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Originaltitel: Paddy Clarke Ha Ha Ha
Erscheinungsjahr: 1993
Inhalt: Paddy Clarke ist ein kleiner Junge in einem Dubliner Vorort. Er erzählt ausgewählte Episoden aus seiner Kindheit, die aus Spielen, Mutproben, Streichen, Schule und Ärgern des kleinen Bruders besteht.
Kommentar: Sehr gut geschrieben (ist ja auch Roddy Doyle), glaubwürdige Schilderung der sozialen Verhältnisse (ein weiteres Markenzeichen). Hinzu kommen hier noch typisch kindliche Sichtweisen und Gedanken.

Patrick von Irland
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Juilene Osborne-McKnight
Erscheinungsjahr: 1998
Inhalt: Ein uralter Geschichtenerzähler trifft im Kloster des Missionars Patrick ein. Er erzählt von den Abenteuern von Finn Mac Cool und seiner Fenier und bringt den verbiesterten Patrick dazu, sich mit den Eigenheiten Irlands anzufreunden. Zusammen ziehen sie zum Hochkönig Cormac Mac Art und leiten die Christianisierung Irlands ein.
Kommentar: Dies ist ein ähnlicher mystisch-deftiger Historienschinken wie die vom Frauenzimmer Bradley. Wer’s mag… Mir war es zu beliebig.

P.S. Ich liebe Dich
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Cecelia Ahern
Originaltitel: PS I love you
Inhalt: Hollys Mann Gerry ist tot. Kurz darauf findet sie einen Packen mit Umschlägen. Gerry hat kurz vor seinem Tod Briefe an Holly geschrieben, um ihr zu helfen, damit fertig zu werden. Jeden Monat darf sie einen Umschlag öffnen.
Kommentar: Dieses Buch dürfte Fans von „Sex and the City“ gefallen, den anderen nicht. Die Emotionen sind auf dem Weg von der gut gemeinten Idee zum Papier irgendwo verloren gegangen, offensichtlich also bei der Autorin. Bis auf einige wenige witzige Einfälle ziemlich oberflächlich und beliebig.

Purcell, Deirdre
Bücher:
Jesús und Billy auf dem Weg nach Barcelona

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Reisebriefe aus Irland
Reisebericht, gelesen vom Irlandfan
Autor: Hermann von Pückler-Muskau
Inhalt: Unter Aufwendung von zwei Jahren und allerlei Dienstboten bereist Pückler-Muskau Irland. Das Buch enthält seine Reiseberichte in teils dramatisierter und/oder anonymisierter Form, da sie als angebliche „Briefe eines Verstorbenen“ erschienen. Er kommt ziemlich weit herum, besucht Adlige, Bauern, Geistliche und Aufständische und ist sich auch für Abenteuer nicht zu schade.
Kommentar: Spannende, manchmal mystische Einblicke in das Irland des frühen 18. Jahrhunderts. Muskaus Sympathien gehören der Unabhängigkeitsbewegung, und er schildert die Missstände offen.

Rhiann – Nebel über den Highlands
Pferderoman, gelesen von Brownie
Autor: Aileen P. Roberts
Inhalt: Eine schöne Geschichte, die zwar in Schottland spielt, aber auch etwas für Irlandfans sein dürfte. Es wird die Geschichte eines Mädchens aus Deutschland erzählt, das als Aupair nach Schottland kommt und sich dort auch in einen jungen Schotten verliebt. Ausserdem geht es um das Pony Rhiann.
Kommentar: Für alle, die Schottland, Pferde und gute Geschichten mögen.

Roberts, Aileen P.
Bücher:
Rhiann – Nebel über den Highlands

Ronan, Frank
Bücher:
Dixie Chicken

Rowohlt, Harry
Kongenialer Übersetzer von Flann O’Brien, Frank McCourt und etlichen anderen.
Bücher:
In Schlucken-zwei-Spechte (2003)

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Sad Song
Kurzkrimi, gelesen vom Irlandfan
Autor: Vincent Banville
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Ein kleiner Dubliner Privatdetektiv erhält den Auftrag, die verschwundene Tochter eines reichen Unternehmers zu suchen. Als er sie findet, erfährt er ihre Seite der Geschichte und beschließt, sich gegen seinen Auftraggeber zu stellen.
Kommentar: Krimi-Standardkost, sehr leicht erkennbar daran, dass der Held nur mit dem Nachnamen angeredet wird, und zwar auch von seiner eigenen Ehefrau.

Scanlan, Patricia
Bücher:
So ein tolles Leben

Schattenstill
Krimi, gelesen vom Irlandfan
Autor: Tana French
Originaltitel: Broken Harbour
Erscheinungsjahr: 2012
Inhalt: Eine schlimme Familientragödie hat sich in einem traurigen Wohngebiet ereignet, wo der Frust über die gescheiterten Aufstiegs- und Immobilienträume überkocht. Ein smarter Ermittler und sein junger Partner überschreiten ihre Grenzen.
Kommentar: Auch dieses Buch von Tana French geht einem ziemlich nah. Sehr spannend.

Sehnsucht nach der grünen Insel
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Herausgeber: Holger Wolandt
Erscheinungsjahr: 2001
Inhalt: Sammlung von Kurzgeschichten (und Romanschnipseln, die als solche behandelt werden).
Frank McCourt: Oliver (aus: Die Asche meiner Mutter)
– Nuala O´Faolain: Meine Eltern (aus: Nur nicht unsichtbar werden)
– Samuel Beckett: Erste Liebe (aus: Erzählungen)
– Patrick McCabe: Der Schlächterbursche
– Colum McCann: Ein Korb voller Tapeten
– Seamus Heaney: Mooshof
– Edna O´Brien: Die Connor-Mädchen
– T.C. Boyle: Wir sind Nordländer
William Butler Yeats: Betrachtungen über Kindheit und Jugend (aus: Autobiographien)
– Ernest Hemingway: Yeats „nobel“
James Joyce: Eveline (aus: Dubliner)
– Bernard MacLaverty: Zwischen zwei Ufern
Maeve Binchy: Urlaubswetter
Maeve Binchy: Taxifahrer sind unsichtbar
– Colm Tóibín: Kindheit (aus: Flammende Heide)
– Morag McDowell: Alles in Ordnung
– Anthony Trollope: Die Macdermots von Ballycloran
Hermann von Pückler-Muskau: Reisebriefe aus Irland (Auszug)
– Anne Devlin: Das Nennen der Namen
Robert McLiam Wilson: Fountain Street (aus: Eureka Street, Belfast)
Robert McLiam Wilson: Stock und Steine
– Olaf Kanter: Irische Impressionen
– Hugo Hamilton: Geflüster
Heinrich Böll: Das neunte Kind der Mrs. D. (aus: Irisches Tagebuch)
Kommentar: Unter all den Geschichten über Armut, Not, Unterdrückung, Mord, Krankheiten, Abschied, Auswanderung, Einsamkeit und Krieg gibt es nur wenige, die den Buchtitel auch nur ansatzweise rechtfertigen würden. Da ist wohl wieder mal der Marketingabteilung die Klischeepeitsche ausgerutscht. Was nicht heißen soll, dass die Geschichten nicht gut sind.

So ein tolles Leben
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Patricia Scanlan
Originaltitel: Ripples
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Die Ehe der McHughs zerbricht, und die einzige wirklich Leidtragende ist wie so oft die Tochter. Sie versucht, das beste draus zu machen.
Kommentar: Kurze, pägnante Schilderung, interessant.

Sotschek, Ralf
Bücher:
Der keltische Tiger
In Schlucken-zwei-Spechte

Stephen der Held
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: James Joyce
Originaltitel: Stephen Hero
Erscheinungsjahr: 1944
Inhalt: Das Buch beschreibt die Kindheit und Jugend des Stephen Dedalus, Held mehrerer Romane und wahrscheinlich auch alter ego von Joyce.
Kommentar: Dieses Buch besitzt einige Lücken, die der Legende nach entstanden sind, weil Joyce‘ Schwester nicht alles aus den Flammen retten konnte, in die Joyce es geworfen hatte. Weist Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Ein Porträt des Künstlers als junger Mann auf.

Swann, Leonie
Bücher:
Glennkill

Switcher
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Kate Thompson (II)
Originaltitel: Switchers
Inhalt: Aus der Arktis breitet sich eine mysteriöse Kältewelle aus. Eine neue weltweite Eiszeit droht. Die beiden Dubliner Teenager Tess und Kevin versuchen, die Welt zu retten. Dabei kommt ihnen zugute, dass sie sich in jedes beliebige Tier verwandeln können.
Kommentar: Putzig.

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Tag der Rache
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Jack Higgins
Originaltitel: Pay The Devil
Erscheinungsjahr: 1999
Inhalt: Ein Veteran der Konföderierten des amerikanischen Bürgerkrieges will 1865 in Irland die Erbschaft seines Onkels antreten und gerät bald in blutige Kämpfe zwischen Pächtern und Gutsherren.
Kommentar: Könnte auch von Karl May sein. Die Tatsache, dass auf dem Umschlag meiner Ausgabe ein zerbombtes Auto abgebildet ist, beweist, dass Buch-Designer manchmal nicht mal die ersten zwei Seiten lesen.

The Snapper
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Roddy Doyle
Inhalt: Sharon Rabbitte ist schwanger. Niemand weiß, wer der Vater ist, und sie selbst will es nicht verraten. Das stellt den Dubliner Vorort Barrytown und die ohnehin leicht chaotische Familie Rabbitte komplett auf den Kopf.
Kommentar: Das Buch lebt von den faszinierenden Charakteren und den witzigen Dialogen, die man gar nicht so schnell lesen kann, wie man sollte. Sehr gut.
Siehe auch: Eintrag dazu auf der Film-Seite

Thompson, Kate (I)
Bücher:
Die Lichter von Dublin

Thompson, Kate (II)
Auf Grund starker biografischer Unterschiede tendiert der Irlandfan zu der Meinung, dass es zwei Kate Thompsons gibt.
Bücher:
Switcher

Tod in Dublin
Kriminalroman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Paul Carson
Originaltitel: Cold Steel
Inhalt: In einem Park in Dublin wird ein junges Mädchen tot aufgefunden. Der Täter scheint schnell gefunden. Währenddessen macht sich ein Arzt Gedanken über seltsame Todesfälle, die alle mit dem Star-Ärzte-Team des millionenteuren neuen Herzzentrums in Zusammenhang stehen.
Kommentar: Carson gerät immer wieder in alte Geleise zurück. Spannend, aber auch hier sollte ein medizinisches Fachwörterbuch in Griffweite liegen, was ich für übertrieben halte, weil zum Beispiel die Leute von ER beweisen, dass man sogar über mehrere Serien-Staffeln hinweg mit „Intubieren“ auskommt.

Trevor, William
Bücher:
Irischer Tanzsaal

Trinity
Roman, gelesen von Heiko Heinrichs, Jüchen/Rheinland
Autor: Leon Uris
Originaltitel: Trinity
Inhalt: Der Roman erläutert auf eindringliche Weise die Wurzeln des Nordirlandkonfliktes. Zeitlich angesiedelt in der Zeit zwischen 1885 und 1916 erzählt das Werk die Geschichte dreier irischer Familien, deren Schicksal wie eine unheilige Dreieinigkeit (Trinity) eng miteinander verbunden ist. Im Mittelpunkt steht Conor Larkin, ein tragischer Held, Schmied, Rugbyspieler, Revolutionär und durch und durch Ire mit starkem keltisch-gälischem Bewusstsein. In Rückblenden werden geschichtliche Fakten von Cromwell über Wolfe Tone über die Große Hungersnot, den Fenieraufständen bis hin zum Osteraufstand 1916 geschickt in die Handlung eingewoben.
Kommentar: Trotz der unglaublich schwelgerisch-epischen Erzählweise polarisiert Uris sehr stark. Es ist klar, auf welcher Seite er steht. Er lässt an den Engländern und den protestantischen Nordiren nahezu kein gutes Haar mehr. Ähnliche Parteinahme findet sich auch in seinen Werken Exodus und Haddsch. Dennoch, Uris‘ erzählerische Kraft ist groß, die Motivation der Handelnden wird mehr als schlüssig erzählt, und zudem fehlt die emotionale, menschliche Ebene nicht. Für mich war es Auslöser, mich näher mit der irischen Geschichte zu beschäftigen.

Trost und Rat
Kolumnensammlung, gelesen vom Irlandfan
Autor: Flann O’Brien
Erscheinungsjahr: 1998
Inhalt: Enthält eine von Harry Rowohlt ausgewählte und übersetzte Sammlung von Kolumnen aus dem Buch „The Best of Myles“. Die Kolumnen selbst erschienen in der Irish Times und enthalten, dem Namen entsprechend, viele obskure Ratschläge und Ansichten.
Kommentar: Sehr gut zum Rearrangieren der grauen Zellen geeignet und zum Lachen auch.

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Ulysses
Experimenteller Roman, ansatzweise gelesen vom Irlandfan
Autor: James Joyce
Inhalt: Das Buch beschreibt den 16. Juni 1904 in Dublin, hauptsächlich aus der inneren Sicht des Leopold Bloom (deshalb wird der 16. Juni in Dublin als „Bloomsday“ gefeiert), mit einer detaillierten Beschreibung der Stadt und ihrer Einwohner.
Kommentar: Stellenweise recht witzig, aber ob uns das etwas sagen soll oder ob es nur das Wortbombodrom von James Joyce ist, kann ich nicht sagen.
Siehe auch: Eintrag dazu auf der Film-Seite

Und freitags Fisch
Kurzgeschichten, gelesen vom Irlandfan
Autor: Frank O’Connor
Originaltitel: (unbekannt)
Inhalt: Kurzgeschichten über Iren in seltsamen Situationen. Auf Deutsch sind wohl zwei Bücher mit diesem Namen erhältlich, die prinzipbedingt eine gewisse Schnittmenge aufweisen.
Kommentar: Voller kleiner Weisheiten am Rande, unterhaltsam und einfühlsam erzählt.

Ungesühnt
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Keith Baker
Originaltitel: Inheritance
Inhalt: Nordirland im 21. Jahrhundert. Es herrscht Frieden. Doch dann wird ein ehemaliger Polizist umgebracht, und die dünne Decke über dem Hass bricht wieder auf und bringt eine riesige Verschwörung und die Hintergründe des Friedens ans Tageslicht.
Kommentar: Die Beschreibung klingt nach Thriller-Standard, das Buch ist aber sehr viel besser und spannender.

Uris, Leon
Leon Uris wurde berühmt für seine der realen Geschichte aufgepropften Romane über den Holocaust und die Gründung des Staates Israel, vor allem Exodus und Haddsch.
Bücher:
Insel der Freiheit
Trinity

Urquhart, Jane
Bücher:
Away

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Vermiss mein nicht
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Cecelia Ahern
Originaltitel: A Place Called Here
Erscheinungsjahr: 2006
Inhalt: Sandy Shortt ist besessen davon, vermisste Dinge und Personen wieder aufzuspüren. Sie hat einen Beruf daraus gemacht. Während sie sich auf die Suche nach dem verschollenen Bruder eines Klienten macht, verschellt sie plötzlich selber und findet plötzlich ziemlich viel.
Kommentar: Um ein Müh besser als die bisherigen Werkstücke. Der Titel führt irr, denn diesmal ist die Sache eher unromantisch. Allerdings wirkt die Geschichte, als hätte jemand nach der Hälfte zur Autorin gesagt: du hast nur noch drei Seiten.

von Pückler-Muskau, Hermann
Bücher:
Reisebriefe aus Irland (Ausschnitt in Sehnsucht nach der grünen Insel)

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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Yeats, William Butler (1865 – 1939
Mitbegründer der neuen irischen Literatur und des neuen irischen Theaters, Lyriker, Dramatiker und Anhänger von okkulten Praktiken und Geisterbeschwörungen.
Bücher:
Autobiographien (Ausschnitt in Sehnsucht nach der grünen Insel)

Yeats ist tot!
Experimenteller Roman, gelesen vom Irlandfan
Autoren: Roddy Doyle, Conor McPherson, Gene Kerrigan, Gina Moxley, Marian Keyes, Anthony Cronin, Owen O’Neill, Hugo Hamilton, Joseph O’Connor (auch Hrsg.), Tom Humphries, Pauline McLynn, Charlie O’Neill, Donal O’Kelly, Gerard Stembridge und Frank McCourt
Originaltitel: Yeats is dead!
Inhalt: Eine Geschichte, zu der jeder der 15 bekannten irischen Schriftsteller ein Kapitel geschrieben hat. Es geht um einen Mord, verschollene Joyce-Skripte und was die Formel Y8S=+! damit zu tun hat.
Kommentar: Immer wieder überraschend, sehr lustig und total durchgeknallt.

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Zornige grüne Insel (auch: Hungersnot)
Roman, gelesen vom Irlandfan
Autor: Liam O’Flaherty
Originaltitel: Famine
Inhalt: Die Zeit der großen Hungersnot wird hier aus der Sicht einer kleinen Bauernfamilie beschrieben.
Kommentar: Sehr berührende Geschichte, ohne Effekthascherei. Die Lebens- und Denkweise der damaligen Landbevölkerung wird überzeugend dargestellt. Blöder Titel der aktuellen deutschen Ausgabe.

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